Vom Revolutionär zum Wutbürger

von terrorreihe

Tagesseminar zur Kritik der politischen Gewalt mit Niklaas Machunsky

Dass Gewalt keine Lösung ist, zugleich aber allerorten den Vollzug der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ermöglicht, wird vom abgeschleppten Auto bis hin zum tödlichen, „finalen Rettungsschuss“ alltäglich wie tatkräftig bewiesen.

Für eine Kritik der Gewalt, die ihren Nutzen zur Herstellung entbrutalisierter Verhältnisse und eines „Minimums an Freiheit“ (Franz Neumann) würdigt und gleichermaßen die (selbst)zerstörerische Tendenz der bürgerlichen Gesellschaft in den Blick nimmt, ist ein gründlicher historischer Rückblick unumgänglich.

Das Tagesseminar möchte daher beim Urgrund der bürgerlichen Herrschaft, der Französischen Revolution inklusive ihres terreurs, beginnen, um von dort der Entkopplung von souveräner Gewalt und allgemeinem Gesetz nachzuspüren, die in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft und ihrem Vernichtungsprogramm ihren – vorläufigen – Höhepunkt fand. Dabei werden auch aktuelle Entwicklungen berücksichtigt und die Frage aufgeworfen, was dem Phänomen des Wutbürgers zugrunde liegt.

Niklaas Machunksy ist Sozialwissenschaftler und Redakteur der Zeitschrift Prodomo – Zeitschrift in eigener Sache.

Das Tagesseminar findet am Samstag, den 26. November 2011 im Ulrich-Haberland-Saal (Auf dem Hügel 16, Bonn-Endenich) statt. Es beginnt um 12 Uhr und wird bis 20 Uhr dauern.

Das Seminar ist kostenfrei und setzt weder eine Anmeldung noch Vorkenntnisse voraus.
Die Lesematerialien stellen die Veranstalter bereit. Mitzubringen ist einzig die Bereitschaft, sich für mehrere Stunden der konzentrierten Anstrengung des Begriffs zu widmen. Rückfragen können an polbil@asta.uni-bonn.de gerichtet werden.