The Battle of Algiers

von terrorreihe

Ein Film von Gillo Pontecorvo, Italien/Algerien 1966, 121 Minuten, französisch- und arabischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Algier im Jahr 1957: Colonel Mathieu jagt mit seinen Soldaten in der verwinkelten Altstadt, der Kasbah, die Urheber immer neuer Bombenanschläge der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN, die sich zunehmend auch gegen Zivilisten richten. Die Aufständischen werden von Ali La Pointe befehligt, der  vom Kleinkriminellen zum Leiter des Widerstands aufsteigt.  Bei der Darstellung des antikolonialen Kampfes, der als  „Schlacht um Algier“ in die Geschichte eingehen sollte, wird nichts ausgespart. Sowohl die Grausamkeiten des Terrors wie des Gegenterrors, die  Folter von Verdächtigen durch die Franzosen und die Morde der algerischen FLN an „Verrätern“ und gesellschaftlichen Abweichlern, werden in den Blick genommen.

„The Battle of Algiers“ ist ein Film in der Tradition des italienischen Neorealismus und sowohl Dokumentar- wie Spielfilm, der dem Anspruch strenger Objektivität verpflichtet ist. Dieser Anspruch mag erklären, warum der Film  sowohl als gefeiertes Plädoyer gegen den Kolonialismus wie auch als Lehrfilm für Folterregime Verwendung finden konnte.

Die Vorführung findet am Mittwoch, den 16.11.2011 um 20 Uhr im Hörsaal 17 des Universitäts-Hauptgebäude (Englisches Seminar, Regina-Pacis-Weg) statt.

Der Eintritt ist frei.